2016

Ja, 2015, war ein gutes Jahr. Ich hatte den Geruch von Thymian auf Rhodos im Juni, einen Taxifahrer, der mich mitnahm, obwohl ich meine Geldtasche zuhause vergessen hatte, ich habe endlich batteriebetriebene Christbaumkerzen mit Flackerfunktion und ein Schlauchboot mit Strickleiter, ich habe die Sonnenfinstenis gesehen und ich habe herausgefunden, dass meine vermeintlich schwere Krankheit nur eine Fruktose-Intoleranz ist. 

Selbstverständlich gab es auch Niederlagen. Der Catfish, den ich über drei Stunden liebevoll zubereitet hatte, war mit Abstand das Entsetzlichste, das ich je gekocht oder überhaupt irgendwann irgendwo gegessen habe. Ich habe immer noch keine Platzreife. Ich bin fruktoseintolerant und ich habe zehn Euro beim Pferderennen verloren.

Meine Vorhaben für 2016 sind überschaubar:

  • Den Barcelona-Pavillon von Mies van der Rohe als Wohnhaus nachzubauen und zwar ausschließlich aus historischen Holzbalken – das Buch “Architektur für Dummies” ist bereits bestellt. Vielleicht wird das auch die Aufgabe für die kommenden Dekaden.
  • Alle 200 Bücher zu lesen, die ich 2014 und 2015 gekauft habe.
  • In St. Petersburg Ende Juni Neujahr zu feiern (in der Purga-Bar, die wir auch schon in Moskau vergeblich gesucht haben, obwohl uns ein betrunkener Taxifahrer direkt vor den Eingang gefahren hat).
  • Endlich wieder anfangen zu laufen und zwar noch heute und bei Glatteis.
  • Fehler ungezwungen einfach ein paar mal zu wiederholen als sichtbares Zeichen gegen die Selbstoptimierung.
  • Keine neuen Abos zu bestellen!
  • Einen Kuchen zu backen, den ersten meines Lebens. Einen Ribiselkuchen.
  • Und falls ich das alles nicht schaffe: Zu rauchen anzufangen. Hilft immer.
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