12 frische Monate zwischen Like und Verhau 1/3

Und sie liegen wieder alle vor uns, zwölf Monate in denen vieles passieren kann oder auch gar nichts, je nach Grad der Prokrastination.

Jedenfalls startet das Jahr bekanntlich mit Januar, einem der Monate, die ich so gar nicht ausstehen kann, weil er nichts zu bieten hat, außer dem Start diverser Bälle, den versnobten langweiligen Posh-Geschwistern von richtig ätzenden Parties, bei denen man nicht einmal tot über dem Zaun hängen möchte, und dem Schnee, den wir eigentlich im Dezember haben wollten, aber eben nur im Dezember. Punsch schmeckt im Januar bereits scheiße und es naht der Tag, an dem der Christbaum sein Date mit dem Brotmesser hat. Urlaub ist auch vorbei. Zugegeben, der Januar hat es schwer gegen den mir äußerst sympathischen Dezember mitzuhalten, daher werde ich in der Beurteilung seiner Attaktivität Nachsicht walten lassen und ihm auf einer Skala von 1-10 (zehn ist natürlich das beste) ganze 3 Punkte geben. Gebt mir Gründe, warum ich ihn mögen sollte, die nicht Mitleid geschuldet sind und kommt mir nicht mit “die heiligen drei Könige kommen”. Auch als ich noch nicht out of church war, haben mir die Kinder immer leid getan, die da singend, maskiert und durchgefroren von Haus zu Haus ziehen mussten. Vielleicht finde ich den Februar cooler.

Nein, eigentlich nicht. In meiner emotionalen Wahrnehmung sind Januar und Februar diejenigen Monate, die vorbei gehen müssen, damit das “richtige” Jahr beginnen kann. Februar kann zwar nichts dafür, dass er der Austragungsmonat von Fasching sein muss, aber er bekommt offiziell von mir die Prügel für diese völlig sinnlose, unlustige Veranstaltung. Einzige Lösung, um diesem Monat etwas Gutes abzugewinnen: verreisen. Am Besten auf die Malediven oder zumindest nach Berlin auf die Berlinale.

Ab März geht es langsam wieder aufwärts. Die Betonung liegt auf langsam. Hat man Pech, fällt die ach so lustige Narrenzeit in diesen Monat, hat man Glück, nicht. Aber es gibt zumindest ein paar Lichtblicke, wie Milka Löffeleier, die es endlich wieder gibt und – nee, das wars eigentlich schon.

Sollte Ostern auf den April fallen gibt es auch im April noch die Löffeleier, sollte Ostern auf März gefallen sein läuft April Gefahr, zu einem zweiten Februar zu werden. Die ersten Pflanzen blühen, aber was Ästheten Tränen der Rührung in die Augen treibt, treibt dem Allergiker freiwillig literweise antiallergische Augentropfen rein. Wie schön, dass der Klimawandel mittlerweile dafür gesorgt hat, dass es bisweilen selbst im April noch eine ordentliche Ladung Schnee runter haut, die überschwänglichen Pollenflug erstmal auf Mai verschiebt. Ach, der Mai, auch so ein Monat…

Lästereien über die Frühlings- und Sommermonate folgen.

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5 thoughts on “12 frische Monate zwischen Like und Verhau 1/3

  1. Jetzt muss ich aber doch mal für den Januar in die Bresche springen. .. also, nicht, dass ich dir nicht nahezu ausnahmslos in deiner Argumentation beipflichten würde. .. aber… es finden im Januar Geburtstage statt, die den Monat auf deiner Punkteskala um mindestens 5 Punkte nach oben katapultieren müsste!
    Think about it. Peace.

    1. Ich wusste, dass von dir ein Aufschrei kommen würde. Stimmt, “es finden Geburtstage statt”. Das hebt diesen Monat natürlich im Ansehen ungemein!

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