Aus der Reihe “Geheimnisvolle Plastikbehältnisse”

Nie wird mein Hausverstand in der Lage sein zu begreifen, warum Flüssigkeiten bei Flügen in wiederverschließbaren Plastiksäckchen verpackt werden müssen. Warum nur? Warum?

Aber dann fielen mir wieder die unzähligen Situationen ein, in denen Flugkatastrophen auf diese Weise erfolgreich verhindert werden konnten: “Flugzeugexplosion erfolgreich verhindert – Plastiksackerl konnte in letzter Minute über Zahnpastatube gezogen werden”.

Und mir fielen Situationen ein, in denen Passagieren kurz nach dem Start plötzlich einfiel, dass das Duschgelpröbchen aus dem Hotel nicht im wiederverschließbaren Plastiksackel war, wo es hin gehörte. Ich erinnere mich an Menschen, die daraufhin panisch ihr Handgepäck aus den Fächern rissen und noch während die Anschnallzeichen nicht erloschen waren auf dem Flugzeugboden ihre Kosmetikbeutel auseinanderrupften. Ich erinnere mich an tapfer die Fassung wahrendes Bordpersonal: “Ich darf Sie kurz um Ihre Aufmerksamkeit bitten. Ist ein übriges Plastiksackerl mit an Bord? Ich wiederhole: ist ein übriges Plastiksackel mit an Bord?” und an daraufhin einsetzende professionell unterdrückte Massenpanik in Form hyperventiliernder Fluggäste, die kurz vor der Ohnmacht in ihre Speibsackerl atmete in der Hoffnung, sich mit CO2 bei Bewusstsein zu halten.

Und ich erinnere mich an Notlandungen irgendwo auf einem gottverlassenen Krautacker, wo man es gerade noch schaffte, das Flugzeug zu evakuieren, bevor es in einem lodernden Inferno den Tribut dafür zollte, dass wieder ein Idiot Hotelduschgelpröbchen ohne Plastiksackerl im Handgepäck transportiert hatte.

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