Weihnachtslektionen

# I. Äußere nie in Gegenwart der Person, die sich gerade für mehrere hundert Euro geschnitzte Krippenfiguren gekauft hat, dass die Krippe mit der Figur darin aussähe wie etwas aus dem Überraschungsei (“Genausogut könnte da ein Happy Hippo drinnen liegen.”).

# II. Diese tennisballförmigen Monsterkekse aus Rothenburg schmecken bedeutend schlechter als sie aussehen, selbst wenn ich gegenüber einer Touristin, die mich nach deren Geschmack fragte, frech behauptete, sie schmeckten gut (das viele Mehl muss meinen Verstand vernebelt haben). Sorry für diese dreiste Lüge, die hoffentlich keinen Kauf zur Folge hatte.

# III. Man muss einen Keksteller nicht innerhalb von fünf Minuten leer essen, wenn man seit drei Wochen alle Menschen damit vollsülzt, dass man womöglich eine schlimmere Erkrankung des Magen-Darm-Trakts hat.

# IV. Der Versuch, ein Aquarell deiner Mutter einzuscannen und gemeinsam mit einem Gedicht in Word zu einer Weihnachtskarte zusammenzuschustern, die deine Mutter ihren Bekannten per Mail schicken kann, muss nicht in einem Tobsuchtsanfall enden.

# V. Zur Inspiration die Geschenkvorschläge von Amazon zu verwenden und dann 1:1 (bei Amazon) nachzukaufen ist keine Schande, sondern zeitgemäßer Umgang mit Ideenlosigkeit. Ich hoffe, der verchromte Rasierhobel kommt an, auch wenn der Beschenkte nicht den Eindruck macht, als würde er seinen Vollbart die nächsten sechzig Jahre auch wieder ablegen.

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2 thoughts on “Weihnachtslektionen

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