Verlustangst im Zeitalter stark verkürzter Produktlebenszyklen

Heute hab ich im Eduscho eine Pappfigur gegrüßt. Ja, ihr werdet euch fragen, was macht sie eigentlich im Eduscho und ja, richtig geraten, ich wollte die Schuhe mit den süßen Katzengesichtern auf Vorrat kaufen, wohlwissend, dass es nicht einmal bei Eduscho lebenslang das gleiche Sortiment gibt.

Gerade für Menschen, die sich, wie ich, ungern mit neuen Dingen und Situationen anfreunden, ist es hart, wenn geliebte Objekte einfach so vom Markt verschwinden.

Wenn ich das bewusst hätte, hätte ich mir von Timotei Haarshampoo, Stollwerk Zuckerln und Kaugummizigaretten beizeiten einen Lebensvorrat angelegt. Spezielle Features wie Moonboots sind zwar modisch fragwürdig, aber durchaus praktisch. Gibt es sie heute noch? Und was ist mit den radioaktiven Leuchtarmbändern, die einst meine Handgelenke schmückten?

Gelbes Balisto, ich werde dich nie vergessen. Fanta Pink Grapefruit, sag mir einfach nur, warum? Ich habe dich doch gekauft! Und dann wurde noch mein Lieblingsnasenspray vom Markt genommen, weil angeblich Cortison enthalten war. Man weiß erst, wie sehr man etwas geliebt hat, wenn man es nicht mehr hat.

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One thought on “Verlustangst im Zeitalter stark verkürzter Produktlebenszyklen

  1. Äh. .. Eduscho? Dachte, das sei längst von der Konkurrenz eliminiert worden…
    Falls du von den katzengesichtigen Schuhen noch welche auftreiben kannst, denkst du dann an mich? So 10, 15 Paar? (Haben die ein MHD?)
    Und – doch! Moonboots liegen doch schon wieder voll im Trend! Ist der noch nicht ins Land hinter den 7 Bergen hinüber geschwappt? Da haben die Berge wohl ganze Arbeit geleistet. Und das, wo die Moonboots da drüben doch viel dringender benötigt würden…

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